Mosambik


Mosambik auf einen Blick

km2 Fläche

801.590

Bevölkerung (in Mio.)

33,9

Einwohner pro km2

42

BIP/Einwohner (EUR)

735


unsere Reisestatistik in Simbabwe

verbrachte Tage

14

gefahrene Kilometer

1.565


unsere Routen in Mosambik


Wissenswertes zu Mosambik

Die Angaben in diesem Abschnitt beruhen auf unseren aktuellsten Erfahrungen im Land
(Stand: August 2026)

Reisevorbereitung

Relativ aktuelle Reiseführer zum Land sind erhältlich, wir nutzen den Bradt-Guide. Die meisten Hotels und Parks haben auch eigene Websites.

Top-Ziele für einen ersten Eindruck aus unserer Sicht Gorongosa, die Küste um Inhasoro / Vilanculos und der Zinave NP (Geheimtipp!).

Der Limpopo wird zwar Nationalpark genannt und bekommt rund um Pafuri im Norden ein paar Tiere aus dem benachbarten Krüger, ist aber wegen der mühsamen Anreise keinen Besuch wert.

Visum

Ein Visum oder eta kann von den meisten EU-Bürgern über die offizielle Visum-Plattform des Landes beantragt werden (https://evisa.gov.mz/tourist-visa.html). Während beispielsweise Deutsche mit einem eta relativ billig ins Land kommen, brauchen wir als Österreicher aus irgendeinem Grund ein Visum. Das Visum ist ab Ausstellung zwei Monate gültig, die möglichen Laufzeiten betragen 30, 60 oder 90 Tage. Es gibt jedoch über die Page nur ein Multiple Entry Touristenvisum, das mit USD 189,- relativ teuer ist. Neben Reisepass und Foto müssen auf der Plattform auch eine Hotelreservierung, das Hin- und Rückflugticket sowie ein Kontoauszug (!!!) hochgeladen werden.

Wir haben unsere Visa über den österreichischen Honorarkonsul in Wien erworben – 30 Tage gültig für USD 90,-, single entry (https://einereisewert.at).

Einreise

Der Reisepass muss zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und über mindestens zwei freie Seiten für Stempel verfügen. Wir hatten unser Visum bereits vom Honorarkonsul in Österreich ausstellen lassen, es wurde dann ohne Komplikationen abgestempelt.

Eine Spezialität in Mosambik ist, dass man die erste Reservierung im Land auf einem offiziellen Schreiben des Hotels oder Camps bestätigen lassen muss. Rechtzeitig besorgen, es wurde tatsächlich genau kontrolliert! Auch ein paar Campsites nach der Grenze stellen diese Schreiben unkompliziert aus.

Einreise mit dem Auto

.Das für Afrika übliche Prozedere gilt auch hier: Zoll (Carnet), Road Tax (10 USD), Versicherung (50 USD). Ein Versicherungsagent hat uns durch die Formalitäten begleitet und sich für uns angestellt. Würden wir jederzeit wieder machen, wir haben uns die Kontrolle des Autos durch ihn erspart und den nötigen Stempel von der Polizei einfach ohne Nachschau bekommen.

Zahlungen an der Grenze in bar (USD), keine Kreditkarten.

Wir kam von Mutare nach Mosambik, mit Verweis des Road Tax-Formulars spart man sich dann die Maut an der ersten Mautstation.


Praktische Tipps zu Mosambik

Die Angaben in diesem Abschnitt werden wir während unserer nächsten Reise laufend ergänzen.

Geldwechsel

Relativ einfach an der Grenze bei den Geldwechslern, die einen um knapp 5% schlechteren Kurs bieten. EUR, USD und ZAR können getauscht werden.

Bankomaten funktionieren und geben bis zu 5.000 Meticales (MZN) gezogen werden. Man kann mehrere Transaktionen hintereinander machen.

Kreditkarten

Karten werden in den meisten Hotels und größeren Tankstellen akzeptiert, sonst sollte man auch immer genügend Cash dabei haben. Neben Medicis werden in vielen Teilen des Landes auch südafrikanische Rand gerne genommen.

Telefonie / Internet

Die Abdeckung entlang der Hauptstraßen scheint ganz gut zu sein, viele Leute rennen telefonierend und surfend herum. Wir hatten keine lokale SIM.

Starlink ist in Mosambik erlaubt.

Einkaufen

Supermärkte in den größeren Städten bieten alles (inkl. Alkohol), sind aber relativ teuer. Billiger und für die lokale Bevölkerung hilfreicher ist der Einkauf auf den zahlreichen lokalen Märkten. Gemüse, Obst, Getränke, in den Küstenregionen auch Fisch sind erhältlich, wunderbare Cashews werden überall angeboten.

Sicherheit

Es besteht eine Reisewarnung für die nördlichen Teile des Landes, der südliche Teil wird jedoch aktuell „afrikatypisch“ mit Warnstufe 2 versehen und daher als relativ sicher eingestuft.

Wir haben uns nirgends im Land unsicher gefühlt. Die Mosambikaner sind in der Regel freundlich, interessiert und hilfsbereit.

Fahren / Tanken

Während des Iran-Kriegs im Frühjahr 2026 waren die meisten Tankstellen im Land trocken. Die Lage stabilisiert sich derzeit aber, viele Tankstellen verkaufen wieder Benzin und Diesel. Das Problem scheint derzeit weniger der physischen Kraftstoffbestand zu sein, sondern vielmehr die Finanzierung und Logistik:
Importgesellschaften haben Schwierigkeiten, ausreichende Devisen und Bankgarantien für Kraftstoffimporte zu erhalten, staatliche Preisregulierungen erschweren eine kostendeckende Vermarktung. Dadurch befindet sich teilweise Kraftstoff in Lagertanks, gelangt aber nicht schnell genug an die Zapfsäulen.

In des Küstenregionen (Inhassoro, Vilanculos) hatten wir kein Problem, an Benzin zu kommen (95 Oktan bleifrei). Benzin kostet im August 2026 umgerechnet EUR 1,37 / Liter.

Die Straßen sind teilweise in erbärmlichem Zustand (z.B. EN 1), tiefe Schlaglöcher erfordern Reaktionsbereitschaft. Niederrangige Straßen sind nach Regenfällen in kurzer Zeit herausfordernde Schlammpisten.