Sechs abenteuerliche Wochen mit großartigen Erlebnissen zwischen Meer und Hochgebirge liegen hinter uns. Wir merken aber langsam, dass die Reise durchaus auch anstrengend war und beschließen, zum Abschluss noch ein paar Entspannungstage („Fast schon Urlaub!“) einzubauen, bevor wir Luna in Lusaka abstellen und zurück nach Europa fliegen. Zwischen Great Zimbabwe und Lusaka hätten wir dazu drei Optionen: Für Kariba ist es gerade nicht die perfekte Saison, die Zufahrt nach Mana Pools wollen wir uns nicht noch einmal antun, also fällt die Wahl auf unseren Lieblingsfluss, den Zambezi. Wir haben dort auf beiden Seiten der Grenze Möglichkeiten zum Abhängen und sollten die Fahrt in zwei Tagen schaffen.
Der logische Zwischenstopp für uns ist die Casa da Rocha in Harare, deren lauschiger „Camping“- Garten uns schon auf der Fahrt in den Süden so gut gefallen hat. Eva fragt per WhatsApp an, ob sie ein Plätzchen für uns haben und bestellt auch gleich das Abendessen (leckere Fish & Chips), da sie nach der langen Fahrt nicht mehr selbst kochen mag. Die erfreute Zusage von Theresa kommt prompt, auch wenn sie diesmal selbst in die Küche muss, weil ihr Koch am Sonntag seinen freien Tag genießt.
Die Straße von Masvingo nach Harare ist perfekt (wie eigentlich alle Straßen südlich der Hauptstadt, richtig schlecht wird es dann nur im nördlichen Teil des Landes). Wir kommen gut und entspannt voran und sind trotz eines kleinen Staus bei der Mautstation vor der Stadt bereits am frühen Nachmittag in Harare. Da geht sich sogar noch ein Einkauf aus, und wir füllen im Spar noch einmal unsere Vorräte für die nächsten Tage am Zambezi auf. In der Casa da Rocha sind wir die einzigen Gäste und werden von Theresa und Arturo (den Eigentümern) sowie Bugsy (ihrem Hund) gleich begeistert begrüßt. Gleich fällt uns auf, dass der lustige Hund, der uns scheinbar wiedererkannt hat, ein wenig hinkt. Laut Arturo wurde er von einem Auto leicht angefahren, es sei aber nichts gebrochen, also wird das schon wieder! Wir richten uns gerade ein, als Robin Theresas Vater, vorbeischaut. Auch er erinnert sich an unseren Besuch vor vier Wochen. Er lädt uns ein, doch um 18:00 Uhr mit ihm ein Bierchen an der Feuerstelle unter dem großen Baum zu kippen. „Great, I will bring my guitatar“. Es wird ein lustiger Abend. die ganze Familie versammelt sich samt einem Nachbar, der mit Hilfe der von der kleinen Tochter extra herbeigeschafften Eierkartons unter Applaus auch das Feuer endlich in Gang bringt. Robin zupft beiläufig plaudernd and den Seiten seiner Gitarre und gibt (gar nicht mal schlecht!) Klassiker von Cat Stevens, Simon & Garfunkel, Neil Diamond, und anderen Helden unserer Jugend zum Besten. Zu „Sound of Silence“ erfahren wir wieder viel aus der dunklen Zeit Simbabwes und aus dem heutigen Alltagsleben. Wie immer ist es interessant, wie sich die Locals auf jeweils neue Herausforderungen eingestellt und quasi ihr Leben mehrfach neu erfunden haben, oft auf überraschend anderen beruflichen Pfaden – der Nachbar wechselte so vom Geologen über Conservation Researcher hin zum Ausbildner für Buschpiloten. Heute unterrichtet er als Lehrer in einer Grundschule.
Das Gespräch bringt auch nützliche Tipps für uns. So erfahre ich, dass ich vielleicht mal schauen sollte, ob Lunas Euro-6-Motor nach den Jahren in Afrika tatsächlich noch dieser europäischen Norm entspricht. Der dafür notwendige Katalysator (engl.: „catalytic converter“) ist in Afrika nämlich erstens nicht notwendig, zweitens aber trotzdem durchaus beliebt wegen des in ihm enthaltenen Palladium – nur halt nicht im Auto! Zitat des Nachbarn: „Your catalytic converter easily gets converted here!“ Er habe es selbst schon erlebt und fährt seither mit einer leeren Halterung seines Katalysators durch die Gegend. Die Abgase gehen ungefiltert durch die leere Box, das Palladium befindet sich inzwischen wohl in irgendwelchen elektronischen Bauteilen…. Wieder mal „TIA“ – this is Africa!
„Dinner is ready“ – schallt es um die Ecke. Unsere Fish & Chips sind fertig, Theresa bittet zu Tisch. Der Nachbar muss ohnehin in seinen eigenen Garten zurück, um Pizza für seine Großfamilie zu backen. Und Robin verabschiedet sich nach einem letzten Song, exzellent gelaunt, um vor dem Schlafengehen mit seiner 90jähringen Mutter noch den obligaten täglichen Whisky zu trinken. Wir lachen herzlich und nehmen für unser Candlelight Dinner am liebevoll gedeckten Tisch im Wohnzimmer Platz.
Nach einem Frühstück unter Palmen machen wir uns am nächsten Tag zügig auf, um die doch fahrerisch anstrengende Strecke nach Chirundu am Zambezi in einem Tag zu schaffen. Wir haben einige Campsites an der Strecke notiert, beschließen aber bei jedem dieser möglichen Stopps, dass wir noch fit genug sind, um die ganze Etappe zu schaffen. Zum Schluss wird es noch einmal „eng“, denn die letzten 40km vor Chirundu übertreffen alles bisher Gesehene in Simbabwe. Diese Straße des Grauens muss schon vor Jahren aufgegeben worden sein. Asphaltreste wechseln mit löchrigen, harten Sand- und Kies-Passagen. Zeitweise ist kaum mehr als Schritttempo möglich. Dabei handelt es sich keineswegs um eine unbedeutende Nebenstraße, hier läuft der gesamte Schwerverkehr zwischen den Häfen Mosambiks, Harare und Lusaka bis hinauf in den Kongo drüber. Die LKW sind beladen mit Kupferplatten und verschiedenen Erzen aus dem Norden und Treibstoffen, Minenfahrzeugen und Industrieanlagen aus dem Süden. Auf gefühlt jedem dritten Lastwagen steht „abnormal“ wegen des Gewichts oder der Dimensionen des Ladegutes. Diese Etappe ist auch durchaus „abnormal“.
Nach quälenden 90 Minuten für die nur 40km kommen wir endlich zur Grenze und überholen hunderte LKW, die hier auf die Abfertigung warten. Praktisch gegenüber der Einfahrt zur Grenzstation biegen wir endlich ab zum am Zambezi gelegenen „Tiger Camp“ (benannt nach dem hiesigen Raubfisch, die gleichnamige Raubkatze gibt es hier eher weniger), das uns auch von unseren Overlander-Freunden schon empfohlen wurde. Das Camp gefällt uns sofort, sehr entspannte Atmosphäre, viele Tiere, eine nette, offene Bar und direkt am Fluss gelegen.
Zwar ist der einzige Campsite der Fishing-Lodge belegt, doch wir dürfen bei einem Chalet direkt am Wasserloch stehen. Das hat zwei entscheidende Vorteile: wir nützen die Einrichtungen des Chalets (Badezimmer, Terrasse und Küche) und haben einen direkten Blick auf die zahlreichen Besucher am Wasserloch. Eva kann sich gar nicht satt sehen an den im Schlamm herumwühlenden und Faxen machenden Elefanten, während ich mit eher überschaubarem Erfolg versuche, der lokalen Affenhorde beizubringen, wer hier das neue Alpha-Männchen ist. Mehrmals muss der zwecks guter Signalstärke sorgfältig auf der erhöhten Grillstelle platzierte Starlink vor den kleinen gierigen Fingern der flinken Primaten in Sicherheit gebracht oder wieder zurechtgerückt werden. Die herumtollenden Paviane schaffen es sogar, ihn von Lunas Motorhaube zu kippen. Echte „Gfraster“, würde man bei uns sagen.
Wir haben Glück, denn am nächsten Tag erfahren wir, dass die beiden am Campsite verlängert haben und wir weiter an einem Chalet stehen müssen. „Unglücklicherweise“ ist unser bisheriges Chalet aber ebenfalls gebucht, wir müssen zu einem direkt am Fluss wechseln. So ein „Pech“! Wir stehen jetzt also vollkommen privat am Ufer unseres Lieblingsflusses. Vor uns ein prächtiger Sausage Tree, dahinter der „Mighty Zambezi“. Wir haben sogar eine kleine schwimmende Plattform im Fluss, von der aus wir herrliche Sonnenuntergänge beobachten können. Das ist genial zum Abhängen, und so verlängern wir gleich um eine weitere Nacht!
Eva hat einen beruflichen Video Call mit Londoner Investoren. Sie wirft sich in Schale (soweit das halt geht hier draußen) und startet den Call kurz vor Sonnenuntergang auf der Chalet-Terrasse. Mittels virtuelle Hintergrundes platziert sie sich in einem mondänen Hotelzimmer. Ich genieße noch ein Bierchen auf der Fluss-Plattform und gehe dann duschen. Als ich zurückkomme, ist es bereits dunkel, und ich höre sofort diese untrüglichen, rhythmischen Schmatz-Geräusche. Fünf große Nilpferde haben sich die Wiese zwischen uns und dem Fluss ausgesucht, um ihren Kohldampf zu stillen, sie saugen die herabgefallenen roten Blüten des Sausage Trees auf. Ich setze mich auch auf die Terrasse und beobachte mit einem breiten Grinsen das Geschehen. Vor mir schmatzende Nilpferde, hinter mir eine zunehmend leicht nervös dreinschauende Eva und aus dem Lautsprecher ihres Macbooks die Fragen der Herren aus London zu Evas neuem Projekt. Crazy life! Die Hippos kommen näher, keine drei Meter mehr zwischen uns und einem der mächtigen Tiere. Das Schmatzen müsste bis nach London zu hören sein! (Eva versichert mir nachher, dass sie das Mikro eh meist auf stumm geschalten hatte). Ich male mir aus, wie es auf der anderen Seite des Calls ankäme, wenn einer der Kolosse einen der klassischen Hippo-Grunzer losließe. Ich kann mir das Lachen einfach nicht verkneifen! Später kommentiert Eva ihren Londoner Kollegen gegenüber: „The investors had all fair questions, just got slightly nervous when some hippos appeared a few meters away for grazing!“
Auch am nächsten Abend wiederholt sich das Schauspiel, wieder kommen die Flusspferde gezielt zu unserem Standplatz. Die Blüten des Baums scheinen eine täglich wiederkehrende, fast unerschöpfliche Spezialität zu sein! So ein Sausage Tree ist ein bemerkenswertes Beispiel für das Zusammenwirken von Arten und Lebewesen in einem Ökosystem: Die an langen Rispen hängenden, knallroten Knospen öffnen sich in der Nacht und ziehen Fledermäuse zur Bestäubung an. Danach fallen sie ab und liegen zu Hunderten am Boden, bereit für das nächste Fine Dining Event der Hippos. An einigen Rispen bilden sich dann die etwa 50cm langen und rund 5 Kilo schweren „Würste“, die – wenn die Zeit reif ist – ebenfalls auf den Boden knallen – also nie unter einem Sausage Tree parken oder schlafen! Diese Würste sind dann, wenn sie nicht selbst wieder austreiben, in der Trockenzeit eine der letzten Nahrungs- und Wasserquellen für Affen, Elefanten und Co. Eva nimmt sie gelegentlich auch als natürlichen Hantel-Ersatz für ihr Krafttraining.
Wir hätten hier länger bleiben können, wollen aber auch noch auf die andere Seite des Flusses über die Grenze nach Sambia. Also nehmen wir nach drei entspannenden Tagen Abschied vom Tiger Camp und fahren die paar Kilometer zur Grenze. Auf der Zim-Seite suchen wir (vergeblich) den Grenzposten, als vor uns ein Mann aus seinem alten Mercedes springt und sich als sambischer „Agent“ ausweist. Er nennt sich Prince und wir freuen uns auf royale Betreuung. Wir nehmen immer wieder mal gerne an den Grenzen Hilfe der Agents in Anspruch, weil die erstens die Wege und zweitens die Personen in Uniform und mit den richtigen Stempeln sehr gut kennen. Hier in Chirundu war seine Hilfe dann tatsächlich die 20 US-Dollar mehr als wert! Die offizielle Grenzstation hat zwar die üblichen Schalter eines „one-stop-Borders“ (plus Scanner der Körpertemperatur, offenbar wegen des Ebola-Ausbruchs im Kongo), aber wir müssen dann immer wieder in Hinterzimmer, um uns irgendwelche Stempel zu besorgen. Die Reihenfolge ist extrem chaotisch. Hätten wir alleine wohl nur mit Mühe oder zumindest mit viel Zeitaufwand gefunden. Dank des Agents öffnet sich der Grenzbalken dann aber schon nach 90 Minuten, und wir fahren zum vorab gebuchten Kiambi Camp etwa 20km östlich des sambischen Chirundu.
Kiambi liegt leicht erhöht in einer Biegung des Zambezi. Die Lodge mit Restaurant und gemütlichem Feuerplatz bietet genauso eine herrliche Aussicht auf den Fluss wie die Chalets und Zelte. Auch am Campsite steht Luna direkt an der Uferböschung, wir teilen uns mit nur zwei anderen Campern ein einstöckiges Haus mit Aussichtsplattform und eigener Bar. Sogar einen eigenen Pool befindet sich mitten auf der grünen Wiese, ringsum locken schon die bequemen Liegen unter schattenspendenden Bäumen. Keine Frage, dass Eva da ziemlich bald drin sein wird.
Davor erledigen wir allerdings noch Lunas Abschlussputz. Nach gut drei Stunden haben wir die Kabine ausgeräumt, gesaugt und wieder eingeräumt. Die Schmutzwäsche ist bereits zum Waschen in der Lodge abgegeben, das Cockpit ordentlich gereinigt und die Inventur gemacht. Damit wir wissen, was wir später in Lusaka an haltbaren Lebensmitteln und Getränken schon für die nächste Reise nachkaufen müssen. Nach getaner Arbeit folgt die Belohnung mit einem aromatischen Mokka aus der Bialetti auf der Aussichtsplattform bzw. am Pool, und schon fallen wir wieder in den Erholungs-Modus.
Für den nächsten Tag steht ein ganztägiger Ausflug in den Lower Zambezi am Programm. Es wäre einfach zu schade, so nahe am Park zu sein und ihn nicht (wieder einmal) zu besuchen. Es ist noch dunkel und ziemlich kühl, als wir um 05:30 Uhr mit zwei Ladies vom Nachbar-Campsite in das kleine Boot klettern. Schnell wird klar, dass wir die bereitgelegten Decken wirklich brauchen, denn die Sonne kommt nur langsam durch den morgendlichen Dunst. Obwohl unser Bootsführer ordentlich Gas gibt, sind wir fast eine Stunde am Fluss, bevor wir bei der Mündung des Chongwe Rivers an Land gehen, die Parkgebühr begleichen und in den Gamedriver steigen. Der Game Drive selbst ist dann – wie erhofft – wirklich gut. Schon bald kommen wir bei einem Rudel Löwen (satt und träge nach erfolgreicher Jagd), einem Rudel Wildhunde (satt nach erfolgreicher Jagd) und einem klassisch am Baum abhängenden Leoparden (natürlich satt nach erfolgreicher Jagd) vorbei. Da kann man schon hungrig werden, denn vor der Abfahrt hatten wir nur eine schmale Tasse Kaffee und ein sehr trockenes Keks. Das Frühstück im Busch unter uralten Baobab schmeckt besonders! Alles, was jetzt kommt, kann nur mehr Draufgabe sein, aber der Lower Zambezi enttäuscht uns auch diesmal nicht. In abwechslungsreichen Landschaften sehen wir zwischen dem Fluss und den nahen Bergen so ziemlich alles, was man an einem Safari-Tag erhofft. Natürlich jede Menge Elefanten, die fast an jeder Ecke anzutreffen sind, kleine Grüppchen oder oft auch einzelgängerische Bullen. Sogar eine (diesmal erfolglos) jagende Löwin mit zwei Kleinen ist dabei. Ohne Teamwork ist es auch für Löwen schwer, Beute zu machen. Wir lernen von unserem Guide, dass die Löwin ihre beiden Jungen alleine führt, weil gerade ein neues Männchen die Gegend übernommen hat und die Jungtiere daher extrem gefährdet sind. Männliche Löwen tolerieren Jungtiere von anderen Männchen eher nicht.
Nach einem wunderbaren Tag im Park geht es um circa 15:00 Uhr wieder aufs Boot und etwa 90 Minuten flussaufwärts in die untergehende Sonne hinein zurück zum Camp. Es ist fast schon kitschig und jetzt am Nachmittag auch bedeutend angenehmer als in der kühlen Morgenluft.
Nach einem weiteren faulen Tag im Camp machen wir uns auf den Rückweg nach Lusaka. Schon auf der Strecke erledigen wir die wichtigsten Dinge. Auf einem der zahlreichen Truckstopps vor der Grenze in Chirundu finden wir einen Gashändler, der unsere Gasflasche auffüllt. Mit den 3kg Gas kommen wir leicht wieder 7-8 Wochen durch. In Kafue nützen wir unsere Mittagspause dazu, Luna gründlich waschen zu lassen und beschließen auch gleich, hier unsere haltbaren Vorräte für die nächste Tour zu ergänzen. Der Pick ’n Pay ist zwar bei weitem nicht so gut wie in Lusaka, aber die meisten Sachen finden wir. Das spart uns viel Zeit und wir kommen schneller auf der Lilayi Lodge an, wo wir uns wieder zwei Nächte gönnen.
Ich bringe Luna gleich am nächsten Tag zum üblichen Service, in 1 ½ Tagen ist das wie immer erledigt. Wir nutzen die bei Overlandern bekannte „Danitsa Garage“ nicht weit von Lilayi entfernt. Dan, der Eigentümer, ist auf schwere Geländefahrzeuge spezialisiert und ist von Toyota als offizielle Werkstatt akkreditiert. Neben dem normalen Service widmet er seine Aufmerksamkeit immer den besonders beanspruchten Teilen – Fahrwerk, Radaufhängungen, Bremsen werden genau überprüft und das Auto auch regelmäßig abgeschmiert, was bei einem Landcruiser immer wieder gemacht werden sollte. Alles funktioniert pünktlich, von der Werkstatt fahren wir mit Luna direkt zum Abstellplatz, von dort lassen wir uns direkt zur Wild Dogs Lodge bringen. Von hier haben wir am nächsten Tag nur mehr einen kurzen, planbaren Transfer zum Flughafen, sodass wir die lange Reise nach Hause entspannt antreten. Die gesamte Tour war intensive und erlebnisreich, die sieben Wochen fühlen sich an, als wären wir ein halbes Jahr unterwegs gewesen. Jetzt ist es gut, für ein paar Monate nach Hause zu kommen. Doch dann holen wir Luna wieder ab, und es geht über Weihnachten und Neujahr nach Malawi – ein spannendes neues Land wartet auf uns!
Tipps zum Zambezi rund um Chirundu (Stand August 2026):
Chirundu ist auf der Zim-Seite ein nicht besonders attraktives Grenzdorf, bietet aber am Zambezi ein paar Fischer-Camps. Wir haben uns im Tiger Camp (www.tigersafaris.co.zw) rundum wohlgefühlt. Auf der sambischen Seite bietet Chirundu zahlreiche Shops, einen Gashändler (Afrox) und einige Tankstellen – Treibstoff ist hier gut 30% günstiger als in Simbabwe!
Die Grenzformalitäten in Chirundu weichen ein wenig von der üblichen Reihenfolge ab. Mehr als an anderen Grenzen empfehlen wir hier, die Hilfe eines Agenten in Anspruch zu nehmen, der Nutzen und die Zeitersparnis rechtfertigen die geringen Kosten für den Service (USD 20) allemal.
Der Lower Zambezi National Park ist immer einen Besuch wert. Wenn man nicht allzu weit zum Park fahren will, bieten sich die zahlreichen Lodges 10-30km östlich vom sambischen Chirundu an. Unsere Wahl würde wieder auf die Kiambi Safaris Lodge (www.kiambi.com) fallen. Auf früheren Reisen waren wir auch in der Mvuu Lodge (www.mvuulodge.com ), die dem Parkeingang nächstgelegene Camping-Möglichkeit. Die Abwägung, ob man lieber mit dem Auto (Mvuu) oder dem Boot (Kiambi) in den Park fährt, muss jeder für sich treffen. Wir würden, wenn wir einen organisierten Drive machen wollen, wieder Kiambi nehmen. Wer den Park mehrere Tage erkunden oder selbst fahren möchte, sollte eher Mvuu wählen.
Die Luxus-Lodges im Park (z.B. Sausage Tree, Lolebezi oder Chiawa) sind zwar wunderschön, spielen aber preislich in einer ganz anderen Liga.









































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